Kärnten ORF.at Login
Klagenfurt 15.7°C
Heute überwiegend sonnig, mild
SA | 20.03.2010
Uwe Scheuch, BZÖ (Bild: ORF)
POLITIK
Kärntner BZÖ erwägt Kooperation mit FPÖ
BZÖ-Obmann Uwe Scheuch will nach der Wahlschlappe in Oberösterreich in Kärnten einen "eigenständigen" Weg gehen und schließt eine Kooperation mit der FPÖ nicht aus. Die FPÖ Kärnten ist gegen ein "Wiedervereinigung".
Bucher hält an wirtschaftsliberalem Kurs fest.
Scheuch präferiert "Weg für das Heimatland"
Das BZÖ soll eine liberale Partei nach dem Vorbild der FPD in Deutschland werden. Das hat Bundesparteichef Josef Bucher am Sonntag - nach dem verpassten Einzug in den oberösterreichischen Landtag - erneut festgehalten.

Für diesen Weg gibt es bei der Kärntner Landespartei aber offensichtlich keine Sympathien. BZÖ-Landesobmann Uwe Scheuch sagte am Montag: "Wir werden uns nicht mit wirtschaftsliberaler Politik beschäftigen und mit Fragen beschäftigen, die die Menschen nicht primär interessieren, sondern unser Weg wird klar für das Kärntner Heimatland geprägt sein. Wir wollen eine klar strukturierte Bewegung sein, die Sozial- und Familienpolitik, Heimattreue, sowie eine strenge Ausländer- und Asylfrage im Vordergrund hat und die eine klare Ortstafelpolitik - im Interesse der Kärntner Bevölkerung - als eine wichtige Aufgabe sieht."

Nachsatz: Man wolle kein "Minderheitenprogramm für fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung" machen.
"BZÖ muss mehr Kanten zeigen"
Scheuch will seine Aussagen nicht als persönliche Kritik an Josef Bucher verstanden wissen. Noch spricht er ihm seine volle Unterstützung aus, man brauche keine personelle Diskussion. Aber: "Es zeigt sich einfach, dass nur mit harter Arbeit am Mann und an der Frau draußen auf der Basis Erfolg zu haben ist", sagte der Landesparteiobmann.

Damit erhöht Scheuch als Obmann der mit Abstand stärksten BZÖ-Landesgruppe den Druck auf Bundesparteiobmann Bucher. Das BZÖ müssen mehr Kanten zeigen. Zudem müsse Kärnten im Bund stark verankert sein, forderte Scheuch, der auf Bundesebene von einer bürgerlichen Koalition mit ÖVP und FPÖ träumt.
Kurt Scheuch, Harald Dobernig, Gerhard Dörfler, Uwe Scheuch (Bild: ORF)
Wertoffene Diskussion um unterschiedliche Varianten.
Unterschiedliche Kooperationsmodelle möglich
Für die Zukunft könne er sich jedenfalls verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit vorstellen - auch solche außerhalb des BZÖ:

"Alle Modelle sind vorstellbar - von einer starken gemeinsamen Lösung bis hin zu einem CDU-CSU-Modell. Man muss ganz wertoffen über alle Varianten, sowie über engere und weitere Zusammenarbeiten mit anderen Parteien diskutieren. Das Hauptziel muss es sein, durch eine starke Rolle Kärntens in Wien unsere Mitsprache zu definieren."
Kooperation mit FPÖ nicht ausgeschlossen
Auf die Nachfrage von ORF Kärnten-Redakteur Christoph Glantschnig, ob das auch mit der FPÖ möglich sei, meinte Scheuch: "Es ist genauso eine Kooperation mit der FPÖ möglich. Es ist wichtig, dass wir seitens des BZÖ diese momentan schwierige Situation gut überstehen und dementsprechend eine erfolgreiche Wahl schlagen können."

Keinen Erfolg erwartet der Kärntner Landesparteiobmann jedenfalls bei der bevorstehenden Landtagswahl in Wien. Dort solle sich das BZÖ die Energie und das Geld sparen und nicht antreten, sagte Scheuch.
FPÖ Kärnten: Keine Wiedervereinigung
Für die FPÖ Kärnten kommt zumindest eine Wiedervereinigung mit dem BZÖ nicht in Frage. "Nach jahrelangen Schikanen seitens des BZÖ gegenüber der FPÖ gibt es für uns überhaupt keine Veranlassung über eine Wiedervereinigung mit dem BZÖ zu diskutieren. FPÖ und BZÖ sind zwei verschiedene Parteien, die ihre eigenen Wege gehen und das soll auch so bleiben", meint Landesparteiobmann Harald Jannach am Montag in einer Aussendung.
Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Bitte bleiben Sie sachlich und bemühen Sie sich um eine faire und freundliche Diskussionsatmosphäre. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge, behält sich aber das Recht vor, krass unsachliche, rechtswidrige oder moralisch bedenkliche Beiträge sowie Beiträge, die dem Ansehen des Mediums schaden, zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen.

Sie als Verfasser haften für sämtliche von Ihnen veröffentlichte Beiträge selbst und können dafür auch gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. Beachten Sie daher bitte, dass auch die freie Meinungsäußerung im Internet den Schranken des geltenden Rechts, insbesondere des Strafgesetzbuches (Üble Nachrede, Ehrenbeleidigung etc.) und des Verbotsgesetzes, unterliegt. Die Redaktion behält sich vor, strafrechtlich relevante Tatbestände gegebenenfalls den zuständigen Behörden zur Kenntnis zu bringen.

Die Registrierungsbedingungen sind zu akzeptieren und einzuhalten, ebenso Chatiquette und Netiquette!
Ihre Meinung zu diesem Thema
Zitat:
moerf, vor 172 Tagen, 3 Stunden, 24 Minuten
"BZÖ-Landesobmann Uwe Scheuch sagte am Montag: "Wir werden uns nicht mit wirtschaftsliberaler Politik beschäftigen und mit Fragen beschäftigen, die die Menschen nicht primär interessieren, sondern unser Weg wird klar für das Kärntner Heimatland geprägt sein. Wir wollen eine klar strukturierte Bewegung sein, die Sozial- und Familienpolitik, Heimattreue, sowie eine strenge Ausländer- und Asylfrage im Vordergrund hat und die eine klare Ortstafelpolitik - im Interesse der Kärntner Bevölkerung - als eine wichtige Aufgabe sieht."
Zitat Ende

Ob es den Leuten im BZÖ eigentlich klar ist, dass man ohne Job und Arbeitsplatz andere Sorgen und Probleme hat?

@BZÖ: wie wäre es denn, wenn Ihr mal darüber nachdenken würdet, dass wir mittlerweile im 21.Jahrhundert und einer globalisierten Welt leben.. ?
die Politischen Erben Jörg Haiders....
motto, vor 172 Tagen, 4 Stunden, 30 Minuten
sitzen in Kärnten, aber sie werden weniger
und weniger.
Leute wie Stadler, Westenthaler, Scheibner, Strutz und der neue Klubobmann sind nicht gerade die Politischen Erben eines großen Politikers!
juristl, vor 172 Tagen, 4 Stunden, 32 Minuten
Bei der Wahl in Kärnten haben sie "auf
sein Kärnten aufgepasst"; in 0Ö. anscheinend zu wenig auf "sein Herkunftsland".
Was sonst bleibt dem BZÖ über als am bewährten Rezept festzuhalten?
fidelius, vor 172 Tagen, 4 Stunden, 48 Minuten
Sonst versinkt es in die Bedeutungslosigkeit.

Die letzten an Haiders Andenken ausgerichtet NR-Wahlen waren durchaus erfolgreich, wie man sieht. Warum also sollte man das positive Andenken nicht forcieren und das negative verschwinden lassen?

Das Thema Heimattreue, Ortstafelabwehr, Fremdenangst ist der Mehrheit der deutschsprachigen Kärntner offenbar wert gewesen, einer unerfahrenen Truppe von Politikern ihr Vertrauen zu geben. Dörfler und Bucher sind aber nicht Haider und so beginnt eine Selbstauflösung. Wie immer, wenn die Führung zu schwach ist, wird um Vorherrschaft gekämpft.

Die zweisprachigen Ortstafeln werden nicht lange vom Budgetdesaster ablenken können. Es scheint, als wolle man die Bevölkerung darüber unaufgeklärt lassen. Doch das wird nicht lange funktionieren.

Vielleicht erbarmt sich die Bundesregierung des BZÖ und rettet es mit einem "Einwandererlager Süd"?

Uje, habe ich wen auf eine Idee gebracht?
:-)
Heimattreue?
tux81, vor 172 Tagen, 6 Stunden, 14 Minuten
Das nennt sich also Heimattreue, wenn man die eigene Landesbank in einer Nacht-und-Nebelaktion ins Ausland verkauft.

Die FPÖ wird gut beraten sein, sich nicht wieder mit diesem Jörg-Haider-Gedächtnisverein zu vereinigen. Allein auf der Startseite ihrer Homepage findet man mehr Bilder vom Verblichenen als von Josef Bucher.

Besonders interessant finde ich auf deren Homepage die persönliche Einladung zu einer Gedenkwanderung zum 1. Todestag:

http://www.bzoe.at/download/einladung_wanderung.pdf

Darin ist von einer WALLFAHRT die Rede - einfach größenwahnsinnig diese Wortwahl.
bzöschämer, vor 172 Tagen, 15 Stunden, 49 Minuten
Tja, auf so ein Parteiprogramm, das nur aus Ortstafeln und Brennesselsuppe besteht, fallen halt auch nur die Kärntner rein.
Pumpspeicherkraftwerk Lavamünd
alucu1, vor 172 Tagen, 17 Stunden, 4 Minuten
Für Herrn Rohr: Mio. Euro werden in die sauberen Seen und unser Trinkwasser investiert. Und dann wird ein Pumspeicherkraftwerk vom Wasser- und Umweltreferenten befürwortet, das Drauwasser mit Bakterien und Verunreinigungen in den sauberen Sobother Speichersee pumpt!!

Nur ein Beispiel, warum Arbeit an der Basis wichtig ist und wichtig ist es auch, die Sorgen der Bürger (und wenn es nur knappe 4000 sind) ernst zu nehmen!!

Wie sieht das das BZÖ?
den scheuch als knüppelfelder oder auch als reisswolf von knittelfeld
andi348, vor 172 Tagen, 17 Stunden, 17 Minuten
braucht die fpö sicher. wenn die fpö schlau ist, und so schätze ich diese schon ein, lassen sie das bzö in verblichener schönheit sterben.
Und für den Scheuch ist wieder alles KLAR
reymont, vor 172 Tagen, 17 Stunden, 21 Minuten
so wie für den Haupt alles klar war.

Klar ist aber auch, dass das Muffensausen beginnt.
Die BZÖ-.Funktionäre braucht der Strache nicht
ladypower, vor 172 Tagen, 17 Stunden, 29 Minuten
und die Wählerschaft des BZÖ kriegt er so auch.
Ganz Österreich
Kärnten News
Magazin
Freizeit
Gesundheit
Kultur & Tipps
Kochen
ORF Kärnten
Fernsehen
Radio
Kontakt
Überblick
Volksgruppen
Bachmannpreis
Aktionen & Gewinnen

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News