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DI | 09.02.2010
Prostituierte (Bild: APA)
ST. ANDRÄ
Rückschlag im Kampf gegen Bordell
Im Tauziehen um ein geplantes Bordell hat die kleine Lungauer Gemeinde St. Andrä einen Rückschlag erlitten. Das Land hat nun den negativen Raumordnungsbescheid der Gemeinde wegen eines Formalfehlers aufgehoben.
Steirer plant Etablissement im Ortsteil Passeggen
Ein Steirer will in St.Andrä ein Bordell errichten. Seit beinahe einem Jahr wehren sich die St. Andräer Gemeindepolitiker allerdings gegen das geplante Bordell im Ortsteil Passeggen.
Bürgermeister räumt Formalfehler ein
Das betreffende Haus wurde einst als Wohnhaus errichtet - und braucht - so das Argument der Gemeinde - für die geplante neue Nutzung eine raumordnungsrechtliche Genehmigung. Genau dies hat die Gemeinde per Bescheid untersagt.

Einem Einspruch des Bordellbetreibers hat die Oberbehörde, das Land Salzburg, nun allerdings Recht gegeben und den Bescheid der Gemeinde aufgehoben, bestätigt Bürgermeister Karl Brandstätter:

"Da ist uns ein kleiner Formalfehler unterlaufen. Wir werden das Verfahren jetzt aber neu durchziehen und ich bin sicher, dass uns da das Land dann Recht gibt."
"Neuerliche Berufung wird vergeblich sein"
Er gehe davon, dass der Bordellbetreiber, der in der Steiermark schon ein Etablissement besitzt, auch gegen den neuen Bescheid wieder berufen werde - allerdings vergeblich, gibt sich der Ortschef sicher: Denn ein Bordell in St. Andrä wolle er und die gesamte Gemeindevertretung auf keinen Fall, ergänzt Brandstätter.
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