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DI | 09.02.2010
Bau Sondierstollen Koralmtunnel (Bild: APA/Leodolter)
Chronologie
Koralmbahn: Bau schreitet voran
Es gilt als das ehrgeizigste und mit rund fünf Mrd. Euro teuerste Schienenbauprojekt im Süden Österreichs, das bis heute nicht ganz unumstritten ist: die Koralmbahn mit dem 32,9 km langen Koralmtunnel als Herzstück.
Verbindung zwischen Ostsee und Mittelmeer
Die rund 130 km lange, zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke ist vom überregionalen Konzept her Teil des transeuropäischen Korridors VI, der die Ostsee mit dem Mittelmeer verbinden soll.
"Lieblingsprojekt" Jörg Haiders.
Konkrete Formen seit den 80ern
Konkrete Formen angenommen hatte das Projekt einer neuen Bahnverbindung zwischen der Steiermark und Kärnten Ende der 1980er Jahre. Von da an war es Standardforderung, wenn es darum ging, die Benachteiligung des Südens in der Infrastruktur wettzumachen.

Man sprach von einem Lieblingsprojekt Jörg Haiders, aber auch die Steiermark warf sich dafür parteienübergreifend in die Bresche. Während etwa die Grünen auf Bundesebene skeptisch bis ablehnend agierten, waren die steirischen Grünen immer bei den Befürwortern an Bord.
"Mutwillige Geldvergeudung"
Wasser auf die Mühlen der Befürworter war eine Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) 2002, wonach mit dem Gesamtinvestitionsvolumen über das Achtfache an volkswirtschaftlichen Effekten erzielt werden könne.
Bau wurde 2004 fixiert
Fixiert wurde der Bau schließlich 2004 in einem Vertrag zwischen Bund und ÖBB mit den Bundesländern Kärnten und Steiermark, die sich mit 20 Prozent an den Tunnelkosten beteiligen.
Bekenntnis von Gusenbauer und Faymann
Mit der Übernahme der Kanzlerschaft durch die SPÖ erfolgte ein klares Bekenntnis von Alfred Gusenbauer (SPÖ) zur Koralmbahn, wobei der damalige Kanzler auch seinen Verkehrsminister Werner Faymann - in abweichenden Termineinschätzungen - auf Kurs brachte.
800 Mio. Euro verbaut
Anfang 2009 tauchten im Zuge der Wirtschaftskrise und der Finanzsituation der Bundesbahnen wieder Gerüchte auf, das Jahrhundertprojekt könnte verschoben werden, was von den ÖBB und der neuen Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) dementiert wurde. Mittlerweile seien auch schon rund 800 Mio. Euro verbaut, hieß es.
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