Jeder fünfte Hund im Auto ungesichert
„Das fehlende Sichern von Hunden im Auto ist kein Kavaliersdelikt“, warnte ARBÖ-Sprecher Thomas Woitsch in einer Aussendung am Mittwoch. Mit einem neuen Video will der Verkehrsclub daher Aufklärungsarbeit leisten.
Gurt, Netz oder Box
Um jedes Risiko zu vermeiden, sollte der Hund immer im Fond des Pkw sitzen, angeschnallt mit einem Brustgeschirr oder einem Hundesicherheitsgurt. Bei Kombis und Vans bietet die Ladefläche einen idealen Liegeplatz. Der Transportraum sollte aber durch ein stabiles Gitter oder Sicherheitsnetz abgetrennt sein. Diese müssen dabei der Größe des Innenraumes angepasst sein. Als Alternative dienen auch spezielle, fest montierbare Transportboxen.

Armin Sattler/ORF.at
Die hundesichernde Mehrheit verwendet laut ARBÖ ungefähr zu gleichen Teilen Hundegurte, Transportboxen oder ein Gitter bzw. ein Netz, um zu verhindern, dass das Tier im Falle eines Unfalls zum „Wurfgeschoß“ wird. Denn „wer sein Tier sichert, schützt das eigene Leben und mindert die Verletzungsgefahr des Vierbeiners“, so der ARBÖ.
30-Kilo-Hund wird zur Tonne
Schon bei einem Aufprall mit Tempo 50 können ungesicherte Tiere im Auto zur tödlichen Gefahr werden, wie ein Crash-Test ergab, den der ADAC gemeinsam mit dem TÜV Bayern-Sachsen durchgeführt hat. Auf dem Rücksitz befand sich ein 32 Kilogramm schwerer Hundedummy, auf der Kofferraumabdeckung ein kleinerer, sechs Kilogramm schwerer. Während der kleinere „Hund“ gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde, prallte der größere mit dem Dreißigfachen seines Gewichts gegen den Fahrersitz.
Im Ernstfall wären beide Hunde getötet, Fahrer und Beifahrer schwer verletzt worden. "Es ist müßig zu sagen, dass es höchst fahrlässig ist, seinen Hund im Auto nicht zu sichern, sagte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Immer wieder ereignen sich auch schwere Unfälle, weil etwa ein Hund ins Lenkrad springt, der Fahrer den Wagen verreißt und auf die Gegenfahrbahn gerät. Der denkbar gefährlichste Platz ist auf dem Schoß des Fahrers oder Beifahrers, erinnerte der ÖAMTC.
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Publiziert am 19.09.2012

