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Morgen trüb und kalt, etwas Schneefall |
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SOZIALES |
03.03.2009 |
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Frauengehälter: Nur Estland schlechter
Frauen in Österreich haben - bezogen auf das Stundengehalt - im Jahr 2007 im Durchschnitt um 25,5 Prozent weniger verdient als Männer. Das ist der zweitschlechteste Wert innerhalb der EU. Nur Estland weist einen größeren Abstand aus.
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Geringster Unterschied in Italien
Die Einkommensschere in der EU betrug nach jüngst von European Statistical Data Support und Eurostat veröffentlichten Rohdaten für 2007 im Durchschnitt aller 27 Mitgliedsländer 17,4 Prozent.
Mit nur 4,4 Prozent Unterschied liegt Italien für die Frauen gesehen am besten. Den zweiten Platz hält Malta mit einem Abstand von 5,2 Prozent vor Polen mit 7,5 Prozent.
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Differenz der Gehälter in Prozent
 Estland 30,3 Prozent
Österreich 25,5
Niederlande 23,6
Slowakei 23,6
Tschechien 23,6
Zypern 23,1
Deutschland 23,0
Großbritannien 21,1
Griechenland 20,7
Finnland 20,0
Litauen 20,0
Schweden 17,9
Dänemark 17,7
Spanien 17,6
EU-27 17,4
Irland 17,1
Ungarn 16,3
Frankreich 15,8
Lettland 15,4
Bulgarien 12,7
Rumänien 12,7
Luxemburg 10,0
Belgien 9,1
Portugal 8,3
Slowenien 8,3
Polen 7,5
Malta 5,2
Italien 4,4
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Hauptgrund: Viele Teilzeitarbeiterinnen
Wie die EU-Kommission mitteilte, ist die Einkommensschere kein Indikator für die Gleichstellung in anderen Bereichen. In vielen Ländern mit geringer Frauenbeschäftigungsrate ist der Einkommensunterschied geringer als der Durchschnitt - wie in Malta, Italien, Griechenland und Polen.
In Staaten mit einer auseinanderklaffenden Einkommensschere wie Österreich, die Niederlande, Deutschland und Großbritannien wiederum gebe es einen sehr hohen Anteil von Teilzeitarbeiterinnen, womit das Gehalt von Frauen auch teilweise deutlich niedriger ausfällt als jenes der Männer.
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Zu berücksichtigen ist, dass sich die Ergebnisse auf Betriebe mit mindestens zehn Beschäftigten beziehen.
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Grüne: Notbremse ziehen. |
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Heinisch-Hosek: "Große Herausforderung"
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sprach von einer "großen politischen Herausforderung". Die Regierung habe nun einen "klaren Handlungsauftrag".
Weil Frauen noch immer einen Großteil der Familienarbeit leisten würden und fast jede zweite Frau Teilzeit arbeite, sei es "besonders wichtig, weitere Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu machen", so Heinisch-Hosek. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es außerdem ein Gebot der Stunde, eine "Qualifizierungsoffensive für Frauen voranzutreiben".
Die Einkommensunterschiede würden in einem "unfassbaren Tempo" wachsen, so die grüne Frauensprecherin Judith Schwentner. Die Ministerin müsse deshalb die Notbremse ziehen.
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Sozialkommissar: Potenzial der Frauen nicht vernachlässigen. |
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Spidla: Österreich sehr schlecht dran
EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla bezeichnete die Situation in Österreich als "sehr schlecht". Dass Österreich hinter Estland rangiere, habe "tiefere" Gründe, die in der Gesellschaft lägen.
Einerseits handle es sich hier um die Segregation auf dem Arbeitsmarkt - das heißt, Frauen arbeiten immer noch traditionell in schlechter bezahlten Berufen als Männer -, andererseits darum, dass es immer noch zu wenige Frauen in gehobenen Positionen gebe. "In Österreich sieht man die Konsequenzen, mehr noch als in anderen Ländern."
Generell sagte der Kommissar, dass man das Potenzial von Frauen für die Wirtschaft nicht vernachlässigen dürfe. Es gebe eine französische Studie, wonach Finanzgesellschaften mit Frauen in den entscheidenden Positionen die herrschende Krise besser überwinden.
Und eine finnische Studie habe gezeigt, dass die von Frauen geführten Unternehmen "um zehn Prozent effizienter" arbeiteten als von Männern geleitete Firmen.
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oesterreich.ORF.at
Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen geht immer weiter auf. Während das mittlere Einkommen der Frauen seit 1998 jährlich im Schnitt nur um 1,9 Prozent gestiegen ist, wuchs jenes der Männer durchschnittlich um 2,1 Prozent
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