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DI | 09.02.2010
Arzt mit Röntgenbildern (Bild: Fotolia/Konstantin Sutyagin)
GESUNDHEIT
Universitätskliniken: Arbeitskonflikt droht
Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck warnen jetzt vor einer drohenden Verschlechterung in der Patientenversorgung. Grund sind auslaufende Betriebsvereinbarungen.
Bisher kaum Verhandlungen
Weil eine seit 2002 geltende Betriebsvereinbarung über Nacht- und Wochenenddienste ausläuft und es bisher noch kaum Verhandlungen über eine neue gab, könnten schon ab 1. Jänner 2010 die Dienste der Ärzte "illegal" werden.

"Wir fordern die Universitäten dringend zu Verhandlungen auf", erklärte Martin Tiefenthaler (Innsbruck) für die Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der MedUnis.

"Ohne geltende Betriebsvereinbarung dürfen Ärztinnen und Ärzte, die dem Uni-Kollektivvertrag unterliegen, nur werktags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr am Krankenbett arbeiten. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Dabei beträgt unsere Arbeitszeit sowieso schon im Durchschnitt 60 Stunden pro Woche", sagte der Sprecher der MedUni-Betriebsräte.
Betriebsrat: "Bisher keine neue Regelung"
Nacht- und Wochenenddienste sind bisher durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, die auch die geltenden Arbeitszeithöchstgrenzen berücksichtigt.

Tiefenthaler: "Wir haben weisen die Rektorate seit zwei Jahren darauf hin, dass die mit 31.12.2009 automatisch ablaufende Vereinbarung neu abzuschließen ist. Kommt es zu keinem fristgerechten Abschluss, dürfen Uni-Ärztinnen und Ärzte laut Gesetz ab dem 1.1.2010 keine Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste leisten".

Bereits der Dienst am Neujahrstag wäre ungesetzlich. "Wir haben sogar einen gemeinsamen Vorschlag der MedUnis vorgelegt, der bloß die Weiterschreibung der bisherigen Regelung bedeuten würde. Aber es gibt bisher keine neue Regelung", so Tiefenthaler.
Verhandler stehen unter Zeitdruck
Laut Tiefenthaler wollten die Rektorate der drei MedUnis offenbar jeweils eigene Regelungen aushandeln.

In Wien gebe es Tendenzen, die alte Regelung durch teilweise Schichtdienste auszuhebeln, was einer Schlechterstellung des Personals gleichkomme.

Die Angelegenheit hat einen gewissen Zeitdruck in sich: Für den Jahreswechsel müssen auch noch fristgerecht die Dienstpläne für die Universitätskliniken erstellt werden."
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Ihre Meinung zu diesem Thema
um das geld
iq66, vor 105 Tagen, 1 Stunde, 5 Minuten
um das in A fachärzte arbeiten bekommt man wo anders nichteimal eine schwester (und das ist in keinem fall als abwertung zu verstehen). geschweige denn die verantwortung, die damit verbunden ist. un solange österreich glaubt sich in notfallambulanzen "durchchecken" zu lassen läuft im system etwas falsch. sehr falsch und sehr teuer...
Ärzte sind selber schuld
gelsenknecht, vor 105 Tagen, 1 Stunde, 28 Minuten
.
Toller Verdienst?
docanästhesie, vor 105 Tagen, 9 Stunden, 16 Minuten
Bei 2000 Euro netto und einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 60 Stunden, entspricht das einem Nettostundenlohn von 8,3 Euro. Das ist ein toller Verdienst?
Da kann ich aber nur lachen.
100%ige Zustimmung
miyamoto, vor 105 Tagen, 6 Stunden, 43 Minuten
vor allem wenn man bedenkt was andere Akademiker verdienen. Die Bezahlung der Ärzte in den Krankenhäusern ist in Österreich eine absolute Frechheit. Ich spreche dabei nicht von den Primari, die mit den Sonderklasse Patienten Kohle machen, sondern von Turnus-, Assistenz- und Oberärzten, die für bis zu 60 Stunden Dienst in der Woche äußerst bescheiden bezahlt werden. Ein Facharbeiter der so viele Überstunden macht erreicht das auch.
hehe1, vor 105 Tagen, 5 Stunden, 3 Minuten
schau dir einmal an, was das brutto kostet!
3500 euro.
denn die 2000 netto sind höchstens bei einem assistenarzt im 1. jahr zutreffend. die meisten haben durch nacht-, sonn- und feiertagsdienste über 3000 euro. brutto macht das etwa 5000 euro (oder sogar mehr aus.
modena, vor 105 Tagen, 11 Stunden, 8 Minuten
Kann mir jemand sagen, ob die kranken auch nur von 8-20 uhr krank sind?

die gehälter von uni-angestellten sind doch nicht so gering - wer mehr als 2000 euro netto hat, sollte auch auf jene schauen, die eben weniger haben
lies es noch ein mal
radiodoc, vor 105 Tagen, 5 Stunden, 43 Minuten
es geht ums dürfen, nicht ums wollen..
NB Jüngere Ärzte verdienen an der Klinik unter 2000€ netto..
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