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Innenpolitik |
04.03.2010 |
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Frauen verdienen um ein Viertel weniger
Österreich belegt, was die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen betrifft, im Europa-Vergleich den vorletzten Platz. Mehr als ein Viertel weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen erhalten Frauen im Schnitt.
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Nur Estland noch schlechter
Nur in Estland ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern im Jahr 2007 noch größer gewesen, geht aus den aktuellsten Daten von Eurostat hervor (Die Daten für 2008 liegen noch nicht für alle Länder vor, Anm.). Mit der Berufsausbildung oder den Branchen lässt sich die relativ große Differenz in Österreich übrigens nur teilweise erklären, so Tamara Geisberger von der Statistik Austria gegenüber der APA.
Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle - so die Bezeichnung bei Eurostat - betrug 2007 im europäischen Durchschnitt (EU-27) 17,6 Prozent. Der größte Unterschied ist in Estland mit 30,3 Prozent auszumachen, gefolgt von Österreich. Deutschland weist mit 23,0 Prozent einen ähnlich hohen Wert auf.
Das Nachbarland hat sich übrigens im Vergleich zum Jahr davor noch verschlechtert, denn 2006 waren es 22,7 Prozent. Der geringste Unterschied ist mit 2,4 Prozent in Malta zu verzeichnen, hier gibt es nahezu keine Differenz zwischen den Gehältern von Frauen und Männern.
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Seit Jahren keine Änderung
Für den Vergleich wurden die Bruttostundenverdienste von Unternehmen mit mehr als zehn Bediensteten in der Privatwirtschaft herangezogen. Der Öffentliche Dienst oder die Landwirtschaft wurden hierbei nicht berücksichtigt.
Österreicherinnen verdienen laut dieser Statistik um 25,5 Prozent weniger brutto pro Stunde als ihre männlichen Kollegen. Und an diesem Wert änderte sich auch nichts, denn sowohl 2006 als auch 2008 belief sich der Unterschied auf genau diese Prozentzahl.
Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst betrug 2006 europaweit für Frauen auf 11,92 Euro, für Männer 14,62 Euro. (Diese Werte werden nur alle vier Jahre erhoben, dazwischen, also auch für 2007, wird mit Schätzwerten gerechnet, Anm.) In Österreich waren es 10,99 Euro für weibliche und 14,74 Euro für männliche Bedienstete.
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Mehr als die Hälfte nicht erklärbar
Geisberger: "Die berufs- und branchenspezifische Teilung des Arbeitsmarktes, wonach Frauen und Männer in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen und Berufen tätig sind, erklärt nur einen Teil des Lohnunterschieds."
"Ein anderer Teil kann auf die Unterschiede in der Ausbildung, der Dauer im Unternehmen sowie dem Alter zurückgeführt werden. Mehr als die Hälfte der geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschiede bleibt aber auch unter Berücksichtigung all dieser Faktoren unerklärt."
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