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Morgen trüb und kalt, etwas Schneefall |
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RAUCH-KALLAT |
26.09.2005 |
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Hymne soll frauenfreundlicher werden
Geht es nach Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP), soll die Bundeshymne künftig frauenfreundlicher werden. Neben den "großen Söhnen" sollen auch die "großen Töchter" vorkommen.
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"Frauenpolitik ist auch Sprachpolitik"
Aus Kreisen der ÖVP hieß es dazu am Montag, der Vorschlag müsse erst dem Koalitionspartner BZÖ gezeigt werden.
Im "Kurier" sagt Rauch-Kallat: "Frauenpolitik ist auch Sprachpolitik und Bewusstseinsbildung. Im Fall der Bundeshymne passiert eine Diskriminierung. Wenn von Söhnen die Rede ist, dann soll auch von Töchtern die Rede sein. Die Bundeshymne ist eine Sache der Identität jeder Österreicherin und jedes Österreichers."
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"Habe ja Söhne drinnen gelassen"
Zudem könne sich durch eine Änderung des Textes der Bundeshymne in Richtung Gleichberechtigung "niemand verletzt fühlen", betonte Rauch-Kallat im Gespräch mit der APA.
Es handle sich nicht um das wichtigste Thema, "aber es sind viele Frauen in dem Land an mich herangetreten. Da fühle ich mich als Frauenministerin verpflichtet."
Und schließlich "frage ich mich ja, was so schlimm ist, wenn ich die Worte 'bist du' durch Töchter ersetze. Ich habe ja die Söhne drinnen gelassen. Das kann wirklich niemanden verletzen."
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Verlag betont Rechte der Dichterin
Auch was mögliche Probleme mit dem Verlag betrifft, habe man mit Fritz Molden, dem Sohn von Paula von Preradovic (1887-1951), bereits gesprochen. So habe Molden sein Einverständnis zu einer Abänderung gegeben. Außerdem sei der Text Eigentum der Republik.
"Jede textliche Veränderung der Bundeshymne ist ein Eingriff in das Persönlichkeitsurheberrecht und stellt eine genehmigungspflichtige Bearbeitung dieses Textes dar. Sie ist daher ohne Genehmigung des Verlages nicht möglich", hatte der Verlag argumentiert.
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oesterreich.ORF.at
Die Hymne ist 58 Jahre alt, also zwei Jahre jünger als die Zweite Republik. Am 25. Februar 1947 wurde der Text zur Melodie der Freimaurerkantate aus dem Jahr 1791, die lange Zeit Wolfgang Amadeus Mozart zugeschrieben wurde, per Ministerratsbeschluss zur "Volkshymne" erklärt. Die Bezeichnung "Bundeshymne" bürgerte sich erst später ein.
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"Heimat großer Töchter, Söhne"
Konkret soll es in der Hymne mit der Mozart-Musik statt "Heimat bist Du großer Söhne" künftig "Heimat großer Töchter, Söhne" heißen. Und statt "Einig lass in Brüderchören, Vaterland Dir Treue schwören" soll gesungen werden: "Einig lass in freud'gen Chören, Heimatland Dir Treue schwören".
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Der neue Text
Land der Berge, Land am Strome Land der Äcker, Land der Dome, Land der Hämmer, zukunftsreich. Heimat großer Töchter, Söhne, (alt: Heimat bist du großer Söhne) Volk, begnadet für das Schöne, viel gerühmtes Österreich!
Heiß umfehdet, wild umstritten, liegst dem Erdteil du inmitten, einem starken Herzen gleich. Hast seit frühen Ahnentagen hoher Sendung Last getragen, viel geprüftes Österreich!
Mutig in die neuen Zeiten frei und gläubig sieh uns schreiten, arbeitsfroh und hoffnungsreich. Einig lass in freud'gen Chören, (alt: Einig lass in Brüderchören) Heimatland, dir Treue schwören, (alt: Vaterland, dir Treue schwören) viel geliebtes Österreich!
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Ministerinnen sollen Vorschlag erarbeiten
Die sechs Ministerinnen der schwarz-orange Regierung sollen einen konsensfähigen Textvorschlag erarbeiten, sagte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP).
Der Textvorschlag der Ministerinnen soll laut Schüssel rund um den Nationalfeiertag vorliegen und dann beschlossen werden. Allfällige Copyright-Probleme sind für Schüssel Sache der Ministerinnen.
Auch inhaltlich äußerte sich Schüssel zum bereits vorliegenden Textentwurf von Rauch-Kallat nicht: "In die Sache mischen wir uns nicht ein, das haben wir vertrauensvoll an die Ministerinnen delegiert."
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wien.ORF.at
Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) sprach sich für einen künstlerischen Wettbewerb aus.
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