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03.11.2006 |
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Homosexuelle Paare als Pflegeeltern gesucht
Um dem Mangel an Pflegeeltern zu begegnen, will die Stadt Wien mit einer Kampagne homosexuelle Paare und allein Erziehende dafür gewinnen, Pflegekinder zu betreuen. Die FPÖ lehnt dies ab und spricht von "Sozialutopien".
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Kampagne "Wir bringen das zusammen"
Es gebe bereits jetzt einige homosexuelle Lebensgemeinschaften in Wien, die Pflegekinder bei sich aufgenommen hätten, so Daniela Attwood vom zuständigen Amt für Jugend und Familie (MA 11).
Mit der Kampagne wolle man ein Signal setzen und die Zahl homosexueller sowie allein erziehender Pflegeeltern erhöhen. Plakate, Inserate und Straßenbahnaufkleber mit dem Motto "Wir bringen das zusammen" werben dafür.
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Kein Platz für 680 Kinder
Die neue Kampagne schließt an eine 2003 gestartete Werbung an, mit der bereits die Zahl der Pflegeeltern um 40 Paare gesteigert werden konnte. Allerdings hatten sich die damaligen Sujets vornehmlich an "klassische" Familien gerichtet.
In Wien betreuen derzeit 349 Familien rund 450 Pflegekinder. Weil es aber an Betreuern mangelt, sind weitere 680 Wiener Kinder in den angrenzenden Bundesländern untergebracht. Ganz besonders fehlen in Wien Plätze für Kinder ab drei Jahren.
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Zeitweise Ersatz für leibliche Eltern
Pflegeeltern ersetzen in problematischen Situationen die leiblichen Eltern, sind aber nur Eltern auf Zeit. Zwar bleiben 80 Prozent der Pflegekinder bis zur Volljährigkeit in den Pflegefamilien. Der Kontakt zu den leiblichen Eltern muss aber jederzeit weiterbestehen.
Rund 100 Pflegepersonen nutzen derzeit in Wien auch die seit 2003 offiziell eingeführte Möglichkeit einer Anstellung. Nebst Sozialversicherung und einem kleinen Einkommen bietet das die Möglichkeit zu Fortbildungen und Supervisionen.
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FPÖ: "Njet" zu "Sozialutopien"
Die FPÖ lehnt den Einsatz homosexueller Pflegeeltern ab. "Offenbar wollen ein paar wildgewordene alt-68'er unter der Federführung von Stadträtin Grete Laska ihre Vision von der Zerschlagung gewachsener, gesellschaftlicher Strukturen weiter vorantreiben", hieß es in einer Aussendung von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache.
Die FPÖ forderte von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) ein klares "Njet" zu "Sozialutopien von Grete Laska". Nötigenfalls werde die FPÖ eine entsprechende Gegenkampagne initiieren.
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wien.ORF.at; 2.8.06
Familientragödien sorgen immer wieder für traurige Schlagzeilen. Oft sind Kinder stumme Zeugen familiärer Gewalt. Sie müssen mit den schrecklichen Bildern weiterleben.
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