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DO | 18.03.2010
Fiaker (Bild: APA/Robert Newald)
Chronik
Plastikpatscherln: Vorbereitungen laufen
Das Projekt Plastikpatscherln statt Eisenhufe für Fiakerpferde kommt ins Rollen. Nach eigenen Angaben führt Bezirkschefin Ursula Stenzel (ÖVP) bereits Gespräche mit den Produzenten. Hufschmiede und Tierärzte bleiben skeptisch.
Wien hat ein neues Stadtthema: Plastikpatscherln statt Hufeisen für Fiakerpferde.
Gespräche und Erfahrungsberichte
Der Umstieg auf Kunststoffbeschläge stößt zumindest bei Stenzel auf großes Interesse. "Wenn der Einsatz von Kunststoff-Hufeisen zu einer 'Win-win-Situation' führt, indem die Gelenke und Sehnen der Pferde plus die Straßenbeläge geschont werden, sollte alles daran gesetzt werden, diese Verbesserung auch in Wien zu realisieren", meinte Stenzel.

Ein Feldversuch bei den Fiakern in der City solle klären, ob die auf dem Markt befindlichen Kunststoff-Hufeisen der Dauer-Belastung, der Pferde und Hufe in der Stadt ausgesetzt sind, tatsächlich gewachsen sind.

Gespräche mit Produzenten sind laut Stenzel bereits vereinbart und sollen noch im Juli bzw. August abgeschlossen werden. Geplant ist weiter, auch Erfahrungsberichte aus anderen europäischen Städten und aus Übersee einzuholen, wo die "Plastik-Patschen" bereits erfolgreich im Einsatz sind - etwa in Montreal.
Bis zu sechs Millionen Euro kostet laut Stenzel die Reparatur der Fiaker-Routen.
Teure Reparatur
Ausgangspunkt der Debatte war die Finanzierungsfrage der Fiaker-Routen in der City. Die dringendsten Reparaturen erfordern laut erstem Bezirk Geldmittel in der Höhe von rund 800.000 Euro. Bei einer Sanierung aller 20 Fiaker-Routen würden Kosten von fünf bis sechs Millionen Euro anfallen.

Eine Gegnerin der Fiaker sei sie nicht, hat Stenzel zuletzt betont: "Fiaker gehören zu Wien wie die Lipizzaner und die Sängerknaben. Sie sind unbestritten eine touristische Attraktion. Allerdings eine Attraktion, die dem Bezirk ein großes Loch ins Budget reißt, das sich der Bezirk einfach nicht leisten kann."
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