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SO | 21.03.2010
Plakat
Szene
Wildplakatierer bekommen Werbeflächen
Nach jahrelangen Streitigkeiten ziehen Gewista und die sogenannten Wildplakatierer ab sofort an einem Strang: Künftig gibt es für die Kulturszene eigene Werbeflächen. Ein gemeinsames Unternehmen macht es möglich.
21.000 Kleinplakate sollen künftig in Wien Platz finden.
Strommasten werden zu echten Plakatflächen
Derzeit würden manche Werbeflächen in Wien im Stundentakt überklebt, sagt Josef Sopper, Geschäftsführer der neuen Kultur-Plakat-GmbH, die gemeinsam von Gewista und den Wildplakatierern gegründet wurde. Vor allem auf dem Matzleinsdorfer Platz und dem Gürtel würden die Plakatierer einander geradezu bekriegen.

Bis Anfang 2008 werden 5.200 Strommasten in ganz Wien mit Halbschalen ummantelt - diese bieten dann Platz für insgesamt 21.000 Kleinplakate. Die Werbeflächen werden jeweils für eine Woche vermietet.
Test auf der Ringstraße
Das neue Konzept richtet sich vor allem an Kulturveranstalter mit niedrigem Werbebudget. Eine Plakatfläche mit 1.700 Millimeter Höhe und 610 Millimeter Breite kostet 2,95 Euro pro Woche. Für eine Mindestbuchung müssen 200 Flächen eine Woche lang gemietet werden. Getestet wurde die neue Mini-Plakatwand bereits auf der Ringstraße.
Weiterhin illegale Plakate sofort entfernen
Damit könne man zum einen das Problem der hässlichen Wildplakate in den Griff bekommen, so Sopper. Zum anderen hätten die Kunden auch die Garantie, dass ihre Plakate gesehen und nicht gleich wieder überklebt werden.

Immerhin sei es gelungen, rund 90 Prozent jener Firmen ins Boot zu holen, die ihre Plakate bisher illegal im öffentlichen Raum - etwa an Strommasten, Auslagen oder Wartehäuschen - affichieren ließen.

Ob sich alle Wildplakatierer daran halten, wird sich zeigen. Das neu gegründete Unternehmen will aber rigoros dafür sorgen, dass alle illegalen Plakate sofort entfernt werden.
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