Wirtschaft

Lohnzuwächse über der Inflationsrate

Die Kollektivvertragsabschlüsse im ersten Halbjahr haben den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Einkommenszuwächse über der Inflation gebracht. Das höchste Lohnplus gab es in der Sparte Transport und Verkehr.

Die durchschnittliche Teuerungsrate betrug heuer in den ersten sechs Monaten 1,68 Prozent, während die Lohn- und Gehaltsabschlüsse im Schnitt bei 2,98 Prozent lagen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparte Transport und Verkehr schnitten bei den Frühjahreslohnrunden mit einem Plus von 3,63 Prozent ab und waren damit Spitzenreiter bei den Einkommenszuwächsen.

Grafik zu Gehaltserhöhungen und Inflation 2019
Grafik: APA/ORF.at; Quelle: Wifo

Bei den Banken beträgt der durchschnittliche Zuwachs laut Gewerkschaftsangaben 3,0 Prozent, bei den Versicherungen macht das Plus 2,5 Prozent aus. Laut Tariflohnindex der Statistik Austria war das Niveau der Mindestlöhne im Juni bei den Banken und Versicherungen um 1,7 Prozent höher als vor einem Jahr. Auffallend ist, dass im Tourismus die Kollektivvertragsabschlüsse in den einzelnen Sektoren im Laufe des heurigen Jahres stetig höher ausfielen. Lag das Plus aus den KV-Abschlüssen im Jänner bei 2,3 Prozent, waren es im Mai und Juni bereits 2,8 Prozent.

Ringen um Einigung bei Fleischern

Die bevorstehende Herbstlohnrunde wird traditionell von der Metallindustrie eingeläutet, es folgen die rund 500.000 Beschäftigten im Handel. Aktuell streiten die Sozialpartner über eine Einigung bei den Fleischern. Nach drei Verhandlungsrunden soll am 4. September weiter verhandelt werden. Dem Vernehmen nach bieten die Arbeitgeber ein Lohnplus von einem Prozent, die Arbeitnehmer fordern hingegen vier Prozent mehr.