ÖGK Gesundheitszentrum Süd
ORF.at/Christian Öser
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Coronavirus

ÖGK: Leichtere Arzt-Patient-Kommunikation

Im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus in Österreich hat die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) ein Maßnahmenpaket mit ihren Partnern beschlossen. Unter anderem wird damit die Kommunikation zwischen Arzt und Patienten erleichtert.

Das Paket, das die unbürokratische und sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten garantieren soll, gelte ab Montag, teilte die ÖGK am Freitag in einer Aussendung mit. Es umfasst folgende Punkte: Für die Dauer der Pandemie können Medikamentenverordnungen auch nach telefonischer Kontaktaufnahme zwischen Arzt und Patient erfolgen. Für
die Abholung in der Apotheke ist nicht mehr unbedingt ein Papierrezept erforderlich. Die Übermittlung des Rezepts vom Arzt an die Apotheke kann auch auf anderem Weg erfolgen.

Die Medikamente können in den Apotheken auch an andere Personen, sofern sie Namen und die Sozialversicherungsnummer des Patienten kennen, abgegeben werden. Über den Zeitraum der Pandemie fällt zudem die Bewilligungspflicht bei den meisten Medikamenten. Bei Medikamenten kann der Bedarf für drei Monate abgegeben werden, nur bei speziellen Fällen (bei Neueinstellungen) muss eine direkte Kommunikation mit dem Arzt stattfinden. Krankentransporte sind bis auf Weiteres bewilligungsfrei.

Gilt für alle Versicherten

Die Telefonverschreibung von Medikamenten gelte ab Montag für alle Versicherten, stellte der Dachverband der Sozialversicherungsträger am Freitag klar. Das Service könne bei Kassenärzten genutzt werden, die mit E-Medikation arbeiten. Der Arzt übermittelt elektronisch direkt an die Apotheke, welches Medikament abgegeben werden darf. Der Patient muss nur seinen Namen und seine Sozialversicherungsnummer nennen. Danach kann er das Medikament in der Apotheke mitnehmen.

Krankmeldung telefonisch möglich

Gleiches gilt für Heilbehelfe und Hilfsmittel bis zu einem Gesamtausmaß von 1.500 Euro sowie Röntgen und Schnittbilduntersuchungen. Arbeitsunfähigkeitsmeldungen (AU) sind während dieser Phase ebenfalls telefonisch möglich.

Telemedizinische Krankenbehandlung (Skype, Videokonferenz, Telefon) können, soweit sie notwendig sind, wie eine in der Ordination erbrachte Leistung abgerechnet werden. Diese Regelung gilt für Ärzte, Hebammen, Psychotherapeuten und Psychologen.