Autoverkauf
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Wirtschaft

30 Prozent weniger Autoverkäufe im August

Um rund 30 Prozent ist der Verkauf von Pkw im August zurückgegangen – auf 20.906 verkaufte Neuwagen. Auch bei Sattelzugmaschinen und Traktoren brach das Geschäft ein. Das zeigen aktuellen Zahlen der Statistik Austria. Ein Plus gab es dafür bei Motorrädern.

Motorradhersteller konnten um 28,3 Prozent mehr verkaufen als im August des Vorjahres. Bei der Zahl der neu zugelassenen Pkw waren zehn Prozent Benzin-Hybride. Der Anteil der E-Autos lag bei 5,4 Prozent. Den größten, aber rückläufigen Anteil machen die benzinbetriebenen Pkw (44,5 Prozent) aus. Dieselbetriebene Pkw gingen um rund vier Prozentpunkte zurück. (32,4 Prozent).

Marktführer im Autosegment blieb VW mit einem Anteil von 16,5 Prozent, gefolgt von der Schwestermarke Skoda (7,3 Prozent). Der Rückgang im August spiegelt sich auch bei den Kfz-Neuzulassungen von Jänner bis August wieder: Der Pkw-Verkauf in diesem Zeitraum ging um 33,2 Prozent zurück.

Grafik zeigt Daten zu den Pkw-Neuzulassungen in Österreich 2020
Grafik: APA/ORF.at; Quelle: Statistik Austria

Einbruch auch in Deutschland

Sehr schlecht lief es im August auch für die Lkw-Hersteller – wobei gerade der Schwerverkehr ein guter Konjunkturbarometer ist. Bei Sattelzugmaschinen wurde im Jahresvergleich ein Minus von 15,9 Prozent eingefahren. Auch die Landwirte waren zurückhaltend, hier wurden um 7,1 Prozent weniger Traktoren neu gekauft.

Auch in Deutschland brach der Pkw-Absatz im August um 20 Prozent ein – trotz erhöhter Kaufprämien für Elektroautos und der Mehrwertsteuersenkung.

Leere Lager, lange Wartezeiten

Für das Gesamtjahr 2020 erwarten die Autohändler ein Minus von 20 Prozent. Der CoV-bedingte Lockdown habe die verkaufsstarken Monate März, April und Mai getroffen. Das sei nicht mehr aufzuholen, sagte Klaus Edelbrunner, Obmann des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

Bei Wiederöffnung sei das Interesse vor allem bei Pensionisten und zahlungskräftigen Kunden groß gewesen. Die Stunde der Wahrheit stehe den Händlern aber noch bevor, vermutet Edelbrunner. Die finanzkräftige Kundschaft habe sich schon eingedeckt und wer in Kurzarbeit ist oder seinen Job verloren hat, habe andere Prioritäten.

Zugleich gebe es aber auch lange Wartezeiten – bedingt durch stockenden Nachschub und Quarantänebestimmungen an den Grenzen. Werkskapazitäten und Lieferketten hätten noch nicht das Niveau der Vor-CoV-Zeit erreicht, so Edelbrunner.