Ladestation E-Auto
ORF.at/Christian Öser
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WIRTSCHAFT

E-Autos holen bei Zulassungen stark auf

Der März hat eine relative Erholung auf dem heimischen Automarkt gebracht. Die Pkw-Neuzulassungen lagen mit 29.526 Fahrzeugen „nur“ noch 7,6 Prozent unter dem Wert vom März 2019, also vor der Pandemie – E-Autos legten stark zu.

Im Vergleich zum ersten Monat mit Coronavirus-Lockdown, dem März 2020, gab es bei den Neuzulassungen einen Anstieg um 177,1 Prozent, geht aus den am Montag veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria hervor. In den ersten drei Monaten des Jahres zusammen kamen 63.522 Pkws neu auf die Straßen (plus 16,2 Prozent).

„Zuwächse im dreistelligen Bereich gab es im März bei alternativ betriebenen Pkw, die 32,4 Prozent der Neuzulassungen ausmachten“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Besonders profitiert hat der E-Auto-Hersteller Tesla, der im März 1.128 Autos verkauft hat, im Jänner 361 und im Jänner noch 112. Damit übertraf Tesla im März etwa Mazda und lag knapp hinter Mercedes und Opel.

Alle alternativen Antriebe legten kräftig zu

Das gleiche Bild ergibt sich für das ganze erste Quartal. In dieser Zeit wurden 10.483 Benzin-Hybrid-Pkws (plus 138,3 Prozent), 3.462 Diesel-Hybrid-Pkws (plus 188,3 Prozent) und 6,620 rein elektrische Pkws (plus 172,7 Prozent) zugelassen, das entspricht knapp einem Drittel aller neuen Pkw.

In dem Zeitraum lag das Tesla-Modell 3 im Verkaufsranking auf Platz drei, hinter dem Skoda Octavia und dem Fiat 500. Betrachtet nach Antrieben führt Tesla die Neuzulassungen bei E-Autos im ersten Quartal mit insgesamt 1.602 Fahrzeugen (24,2 Prozent) deutlich vor VW mit 1.272 (19,2 Prozent) an.

Am häufigsten kamen allerdings weiterhin benzinbetriebene Pkws (26.639, plus 5,6 Prozent) und, trotz Rückgangs um ein Viertel, dieselbetriebene Pkws (16.291, minus 23,6 Prozent) neu auf die Straßen. Der Anteil von Pkws mit rein elektrischem Antrieb lag damit bei 10,4 Prozent und hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal (4,4 Prozent) mehr als verdoppelt. Dahinter liegen Renault, Fiat und Kia. Der VW ID.3 verkaufte sich 701-mal, der Renault Zoe 490-mal,

Zulassungen weiter unter 2018 und 2019

Insgesamt wurde von Jänner bis März 2021 mit 90.039 neu zugelassenen Kraftfahrzeugen ein Plus von 25,7 Prozent erreicht. Davon entfielen 70,5 Prozent auf neu zugelassene Pkws (Jänner bis März 2020: 76,3 Prozent). Die Erholung im März darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Autozulassungen weit von ihren Höchstständen 2018 oder 2019 entfernt sind.

Von Jänner bis März 2019, also vor der Coronavirus-Krise, waren 104.836 Kraftfahrzeuge neu zugelassen worden – und das war schon ein Rückgang um sechs Prozent im Vergleich zu 2018, als 111.895 Kraftfahrzeuge, darunter 90.474 Pkws, neu zugelassen wurden.