Schokolade
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Wirtschaft

Chocolatier als neuer Lehrberuf

Mit August tritt ein neues Lehrberufspaket in Kraft. Sechs Berufe erhalten eine Auffrischung, drei werden quasi in Pension geschickt, einer kommt neu: Lehre zum Chocolatier bzw. Chocolatiere.

Modernisiert werden die Berufe Betonfertigteiltechnik, Drogist/Drogistin, Konditorei (Zuckerbäckerei), Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz, Veranstaltungstechnik sowie Vergolden und Staffieren, gaben das Wirtschaftsministerium sowie die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) am Freitag in Aussendungen unter dem Titel „Ausbildung mit Aktualitätsgarantie“ bekannt.

Die Einführung des neuen Lehrberufs Chocolatier sei notwendig geworden, da der bisherige Lehrberuf Bonbon- und Konfektmacher die neuen Entwicklungen nicht zur Gänze abdecken könne. "Schokolade liegt im Trend: Die Kunden sind informierter und anspruchsvoller geworden.

Kein Stempelmacher und Flexograf mehr

Neue Verarbeitungsmethoden und Maschinen – Stichwort: „bean-to-bar“ – verändern das Berufsbild ebenso wie die steigende Anforderungen an Verpackung, Kreativität und Marketing", heißt es in der Aussendung der WKO. Der Lehrberuf Bonbon- und Konfektmacher wird aufgelassen, ebenso die Lehrberufe Kristallschleiftechnik sowie Stempelerzeuger und Flexograf.

In den sieben überarbeiteten Lehrberufen spreche man über 3.000 junge Menschen an. Es werde mit der Modernisierung auf die veränderten Anforderungen wie „etwa auf eine stärkere Spezialisierung, breitere Produktpalette oder veränderte Fertigkeiten und Techniken“ reagiert, so Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der WKO.