Zehn Zentimeter Neuschnee auf dem Hauptplatz Graz
APA/Erwin Scheriau
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Chronik

Ganz Österreich unter Schneedecke

Nach ergiebigen Schneefällen in der Nacht haben in weiten Teilen des Landes tiefwinterliche Verhältnisse geherrscht. Es gab zahlreiche Beeinträchtigungen im Straßenverkehr, zum Teil wurden chaotische Verhältnisse gemeldet. Immer wieder ereigneten sich Unfälle. Die Winterdienste waren im Dauereinsatz.

Am meisten Neuschnee gab es in Teilen Vorarlbergs und in den Karnischen Alpen mit stellenweise bis zu 50 Zentimeter. Selbst das östliche und südöstliche Flach- und Hügelland liegen unter einer Schneedecke.

Zehn Zentimeter Schnee bekam auch Wien ab, im Dezember war das zuletzt vor elf Jahren der Fall gewesen. Bis zum Abend sollen es 15 Zentimeter werden. 301 Räum-und Streufahrzeuge waren in der Stadt im Dauereinsatz und 1.400 Menschen mit Schneeräumen beschäftigt. „Dass dieses Wetter kommt, war ja absehbar“, sagte eine Sprecherin der Wiener Magistratsabteilung (MA) 48.

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Ein Cityjet in Salzburg bei Winterlichen Verhältnissen
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Ein Cityjet in Salzburg bei Winterlichen Verhältnissen
Schnee in Wien
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Wien in Weiß getaucht
Mann mit Schirm in einem verschneiten Park in Wien
ORF.at/Christian Öser
Mann mit Schirm in einem verschneiten Park in Wien
Verschneites Graz-Logo
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Graz-Logo unter Schneedecke
Zehn Zentimeter Neuschnee auf dem Hauptplatz Graz
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Hauptplatz von Graz ganz in Weiß
Von verschneiter Straße gerutschter LKW in Unken
FF Unken
Von Straße gerutschter Lkw in Unken
Feuerwehr Rankweil während Aufräumarbeiten nach einem durch Schneefall umgestürzten Baum
Mathis Fotografie
Feuerwehr Rankweil bei Aufräumarbeiten nach unter der Schneelast umgestürzten Bäumen
Feuerwehr Kapfenberg während einer Fahrzeugbergung in Kapfenberg
APA/FF Kapfenberg
Feuerwehr Kapfenberg bei einer Fahrzeugbergung

Unfälle und Bergungen

Der Neuschnee sorgte auch für Unfälle und Verkehrsbehinderungen. In Wien prallte ein Bus gegen einen Mast, neun Personen wurden verletzt. Insgesamt hatte die Wiener Berufsfeuerwehr mit etwa 15 wetterbedingten Unfällen zu tun, die aber abgesehen von dem Busunglück eher glimpflich verliefen. Bei den Wiener Linien gab es Behinderungen durch den Schnee nur bei den Bussen. U- und Straßenbahnen verkehrten planmäßig, sagte eine Sprecherin – mehr dazu in wien.ORF.at.

In Niederösterreich führte der Schnee zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Mehrere Fahrzeuge mussten geborgen werden. Der Schwerpunkt der Einsätze lag den Angaben zufolge im Bezirk Hollabrunn und südlich von Wien. Auf zahlreichen Straßen galt Kettenpflicht. In höheren Lagen herrschte erhebliche Lawinengefahr – mehr dazu in noe.ORF.at. Auch im Burgenland rückten die Einsatzkräfte zu zahlreichen Fahrzeugbergungen aus. Betroffen waren vor allem die Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf – mehr dazu in burgenland.ORF.at.

Auch in Vorarlberg, Kärnten und Oberösterreich gab es schwere Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Immer wieder mussten hängen gebliebene oder von der Fahrbahn abgekommene Fahrzeuge geborgen werden, mancherorts versperrten wegen der Schneelast umgestürzte Bäume die Straßen. Auf höher gelegenen Straßen galt Kettenpflicht – mehr dazu in vorarlberg.ORF.at, kaernten.ORF.at und ooe.ORF.at.

In der Steiermark schneite es speziell in der südlichen Steiermark und auch in der Landeshauptstadt Graz. Der Norden war bereits davor in Weiß getaucht. Die Feuerwehren mussten zu mehreren Einsätzen ausrücken. So sprach die Feuerwehr in St. Stefan im Rosental im Bezirk Südoststeiermark beispielsweise von einem „Schneechaos auf der L203“ – mehr dazu in steiermark.ORF.at. Bei der Kraftwerksbaustelle Tauernmoos in Salzburg kam ein Arbeiter mit seinem Fahrzeug bei Schneeräumarbeiten von der Fahrbahn ab und stürzte rund 30 Meter ab – mehr dazu in salzburg.ORF.at.

Es schneit weiter

Am Donnerstag schneit es im Großteil des Landes den ganzen Tag weiter, in manchen Regionen auch kräftig. Der Schwerpunkt liegt dabei im Salzburgerland, im Traunviertel, in weiten Teilen Niederösterreichs und des Burgenlandes sowie in Wien. Weitere Beeinträchtigungen im Straßenverkehr etwa durch hängen gebliebene Fahrzeug, Unfälle und Staus werden erwartet.

Auf den Bergen fällt der Schnee in Kombination mit Wind, damit gibt es zum einen Schneeverwehungen, zum anderen steigt die Lawinengefahr weiter: Im Süden Vorarlbergs, in Teilen Tirols und Oberkärntens gilt Lawinenwarnstufe vier auf der fünfteiligen Skala, also große Lawinengefahr – mehr dazu in tirol.ORF.at. Im Alpenvorland und auf den Bergen kommt nach und nach lebhafter bis kräftiger Wind aus West bis Nordwest auf. Damit besteht streckenweise die Gefahr von Schneeverwehungen.