Blick über Kitzbühel
Getty Images/Alexander Nikitin
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Wirtschaft

Immobilienpreise in Skigebieten steigen steil

Die Wohnungspreise steigen – aber nicht nur für den alltäglichen Bedarf, sondern auch für die Freizeit. In 15 beliebten Skigebieten zogen die Preise für Eigentumswohnungen im zweiten CoV-Jahr 2021 im Schnitt um zwölf Prozent an – mit einigen Ausreißern.

Die Quadratmeterpreise stiegen im Schnitt von 6.700 auf 7.500 Euro, wie aus einer aktuellen Datenanalyse des Immo-Onlineportals ImmoScout24 hervorgeht. Der Trend zum Zweitwohnsitz verstärkte sich in der Pandemie. Überdurchschnittlich stark war der Anstieg im ohnehin schon teuren Kitzbühel. Dort betrug das Plus von 2020 auf 2021 bei den inserierten Preisen sogar 24 Prozent, der Quadratmeterpreis liegt jetzt bei 13.979 Euro.

Besonders steil bergauf mit den Preisen ging es 2021 in Sölden (Tirol) mit einem Anstieg gegenüber dem Jahr davor um 59 Prozent von 5.000 auf 7.938 Euro pro Quadratmeter. Ähnlich drastisch, aber von einem weitaus günstigeren Niveau aus, war die Aufwärtsentwicklung am Katschberg (Kärnten) mit einem Plus von 52 Prozent von 4.123 auf 6.247 Euro. Um 38 Prozent ebenfalls spürbar verteuert haben sich die angebotenen Bleiben am Kärntner Nassfeld – die Quadratmeterpreise stiegen dort von 4.100 auf 5.659 Euro.

Trend zum Zweitwohnsitz

Preisanstiege gibt es auch im Tiroler Ischgl mit 8.437 Euro pro Quadratmeter bzw. einem Plus im Jahresabstand von 29 Prozent (2020: 6.548 Euro) sowie in Schladming (Steiermark) mit 7.631 Euro (plus sechs Prozent). Im Tiroler Alpbachtal legten die Eigentumspreise um 36 Prozent auf 6.831 Euro pro Quadratmeter zu. Unter 6.000 Euro liegen die Preise in Flachau mit 5.511 Euro (plus 20 Prozent) und Kaprun mit stabilen 6.434 Euro (beide in Salzburg).

Deutlich preiswerter sind die Quadratmeterpreise am Semmering an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark mit durchschnittlich 2.000 Euro. „Stark steigende Preise im Westen machen alternative Skigebiete attraktiver. Der Trend zum Zweitwohnsitz hat sich in der Pandemie extrem verstärkt, deshalb gehen wir davon aus, dass ein Ende des Preisanstieges aktuell nicht in Sicht ist“, so die Einschätzung des Österreich-Chefs von ImmoScout24, Markus Dejmek.

Rückgang der Preise in Saalbach und St. Anton

In einigen Wintersportdestinationen gingen die Preise allerdings auch zurück. Der durchschnittliche Preisanstieg von „lediglich“ zwölf Prozent in den 15 untersuchten Skigebieten ist auf starke Preisrückgänge in einigen Regionen zurückzuführen.

Deutlich billiger wurden die Domizile in St. Anton (Tirol) mit einem Minus von 29 Prozent von 8.920 auf 6.307 Euro pro Quadratmeter, in der Tiroler Zillertalarena mit minus sieben Prozent auf 6.345 Euro sowie in Saalbach-Hinterglemm (Salzburg) mit minus sechs Prozent auf 6.055 Euro.