Immer weniger Zeit fürs Essen

Veränderungen der Gesellschaft schlagen sich auch auf die Ernährungsgewohnheiten nieder. Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mittlerweile ein Drittel unter der Woche nur wenig Zeit fürs Essen, etwa jeder Fünfte vergisst immer wieder ganz darauf.

1996 speisten unter der Woche 40 Prozent häufiger alleine, aktuell sind es bereits 48 Prozent. 31 Prozent machen dabei auch Abstriche bei der Zeit zum Essen. Vor allem die Generation zwischen 30 und 44 Jahren isst tendenziell weniger und unter höherem Zeitdruck als an den Wochenenden, die unter 30-Jährigen haben nach eigenen Angaben die unregelmäßigsten Essenszeiten.

Ein Viertel ernährt sich auch ungesünder als an den Wochenenden - und ab und zu vergisst etwa jeder Fünfte aufs Essen. Der Trend gehe aber in die Richtung, auch an den Arbeitstagen auf eine bewusstere Ernährung zu achten, so Paul Unterhuber von GfK.

Was auf den Tisch kommt

So kommen laut Umfrage bei 87 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher immer oder häufig regionale Produkte auf den Teller. 78 Prozent achten auf saisonale Produkte. Bio schafft es auf 63 Prozent. Auch auf ihre Linie schauen beim Essen einige Österreicherinnen und Österreicher: Leichte Küche (fett- und fleischarm) kommt bei sieben Prozent immer und bei 51 Prozent häufig auf den Teller.

Grafik zu Ernährungsgewohnheiten

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/GfK

Dabei erweisen sich die Österreicherinnen und Österreicher als Fleischtiger, während vegetarische und erst recht vegane Küche kaum Anklang findet. Fast zwei Drittel essen täglich tierische Produkte. Nur zwei Prozent verzichten auf Fleisch sowie Fisch und ein Prozent auch auf Milch, Käse und Eier.

Fast täglich wandern tierische Produkte (also Fleisch, Fisch, Milch, Käse, Eier) in die Mägen von 62 Prozent der Befragten, bei 29 Prozent mindestens einmal pro Woche, seltener bei sieben Prozent. Veganer und Vegetarier kommen zusammen auf gerade einmal drei Prozent.

Hausmannskost weiter beliebt

Möge es auch nur wenige „echte“ Vegetarier und Veganer geben, 32 Prozent (1996: 17 Prozent) essen immer oder häufig vegetarisch/Vollwertkost bzw. acht Prozent vegan. Die Hausmannskost behauptet mit mehr als drei Viertel (1996: 79 Prozent) aber weiterhin ihre Vormachtstellung vor leichter Küche (58 Prozent) und internationalen Gerichten (47 Prozent).

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