Österreichweite Sirenenprobe

In Österreich haben Samstagmittag wieder rund 8.200 Sirenen gleichzeitig geheult. Hintergrund war der diesjährige bundesweite Zivilschutzprobealarm, der zwischen 12.00 und 12.45 Uhr durchgeführt wurde.

Der Probealarm dient - wie jedes Jahr - einerseits zur Überprüfung der technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems, andererseits soll die Bevölkerung mit den Signalen und deren Bedeutung vertraut gemacht werden. Störungen bzw. zu laute oder zu leise Sirenen können am Samstag bis 15.00 Uhr über das „Sirenentelefon“ (Tel: 01/4000/7524) gemeldet werden.

„Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“

Insgesamt standen bei dem Probealarm vier Signale auf dem „Programm“: Zunächst heulten für 15 Sekunden alle Sirenen „probeweise“. Dann folgte ein drei Minuten anhaltender Dauerton, der im Ernstfall vor einer herannahenden Gefahr warnt. Hier sollte man in einer echten Krisensituation das Radio oder den Fernseher einschalten, um sich über entsprechende Verhaltensmaßnahmen zu informieren.

Der folgende 60 Sekunden dauernde auf- und abschwellende Heulton bedeutet anschließend „Alarm“. Im Ernstfall wären hier schützende Bereiche bzw. Räumlichkeiten aufzusuchen und die über Radio und TV durchgegebenen Maßnahmen zu befolgen. „Entwarnung“ bedeutet der abschließende, eine Minute anhaltende Dauerton. Entsprechende Zusatzinformationen würden wieder über Hörfunk und Fernsehen erfolgen.

Grafik Bedeutung der Signale
Bundesministerium für Inneres

Bilanz immer sehr gut

Das Ergebnis der Sirenenprobe wird jeweils über die Bezirks- und Landeswarnzentralen an die Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Krisenkoordinationscenter des Innenministeriums weitergeleitet und ausgewertet. Für gewöhnlich fällt es sehr gut aus.

Im Vorjahr wurden 8.167 Sirenen auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet, wobei 99,68 Prozent der Sirenen einwandfrei funktionierten. Nur 25 Sirenen blieben stumm. Keine Ausfälle gab es im Burgenland und in Wien, Bestwerte gab es auch in Oberösterreich (zwei Ausfälle bei 1.430 Sirenen). Auch in den anderen Bundesländern kam es lediglich zu geringen Ausfällen. Allgemein lagen die Ausfälle in den Bundesländern bei etwa 0,32 Prozent (2012 bei 0,29 Prozent).

Flächendeckendes Alarmsystem

Österreich hat als eines der wenigen Länder in Europa sowohl ein flächendeckendes Sirenenwarnsystem als auch eine koordinierte Alarmierungsmöglichkeit über die Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Krisenkoordinationszentrum des Innenministeriums.

Diese Einrichtung ist für das von Bund und Ländern gemeinsam zu betreibende Warn- und Alarmsystem verantwortlich und zugleich Kontaktstelle für Katastrophen- und Krisenfälle im Ausland. Die Bundeswarnzentrale fungiert gemäß den bi- und multilateralen Katastrophenhilfe- und Strahlenschutzabkommen als nationale Kontaktstelle für Meldungen über Stör- und Unfälle bzw. Vorfälle, die geeignet sind, bei der Bevölkerung Besorgnisse zu erwecken, sowie für Fragen der Zusammenarbeit und möglicher Hilfeleistung im Anlassfall.

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